„Die Sonne scheint“, freute sich Peggy oft, wenn wir unterwegs waren. Als sich meine älteste und gleichzeitig jüngste Freundin (im Kopf!), die „Queen of St. Georg“, mit einem großen Gefolge von Familie, Freundinnen und Politik auf den Weg zur letzten Ruhestätte machte, erstrahlte die Sonne den Raum der jüdischen Trauerhalle passend zu vielen warmen und herzlichen Worten. Besonders gefallen hat mir die Vorstellung ihrer Schwägerin Shlomid, die mit ihren Kindern aus Israel angereist war: Sie freute sich über die Vorstellung, dass Peggy nun ihre geliebten Eltern und ihren vor ihr verstorbenen jüngeren Bruder Gady wiedertrifft und herzt. Draußen am Grab wärmte uns dann auch die Sonne. Hier durfte dann endlich Musik gespielt werden, wie Peggys Lieblingslied: „Schöner Gigolo, armer Gigolo.“ Als wir im Casa di Roma zum Essen zusammensaßen, wie wir es früher oft getan haben, spielte die Violinistin „What a wonderful world“. In der du jetzt fehlst, liebe Peggy, Kuss auf dich!
Heute wurde ihr Zimmer geräumt. Den Bilderrahmen, mit den Fotos, die ich für Peggy Weihnachten 2022 zusammengestellt habe, habe ich mir gesichert und bekam auch noch eine Pflanze dazu geschenkt. Nun steht „Peggy“ neben „Petra“ (Kelly), die Pflanze, die ich von ihrer besten Freundin geschenkt bekam. Es war mir immer eine besondere Freude mit und über diese beiden außergewöhnlichen Aktivistinnen zu arbeiten.
Fortsetzung folgt …
Marina Friedt
Unterwegs zu sein mit Peggy war immer ein kleines Abenteuer ©Marina Friedt.
Integrierte Fotos auch von Rainer Neumann und Ulrich Rölfing